Zehntscheuer Entringen

PRESSEMITTEILUNG vom 11.11.2013
 
Umbau der Zehntscheuer in Entringen macht Fortschritte


Dank Mitteln aus der Lotterie GlücksSpirale fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Instandsetzung der denkmalgeschützten Zehntscheuer in Ammerbuch-Entringen

Für die grundlegende Sanierung und den Umbau der denkmalgeschützten Zehntscheuer des Bebenhäuser Pfleghofes in Entringen hat die Denkmalstiftung Baden-Württemberg eine Zuwendung von 15.000 Euro zu den gesamten Sanierungskosten von 584.000 Euro bewilligt. Damit wird das vorbildliche Engagement des Fördervereins Zehntscheuer Ammerbuch-Entringen e.V. unterstützt. Der mehr als 100 Mitglieder zählende Verein hat das Sanierungsprojekt in die Hand genommen, ein Programm für ein Kulturhaus entwickelt und die Bauunterhaltspflicht für das vom Verfall bedrohte Gebäude übernommen.

Finanziell möglich wurde das Projekt durch die großzügige Förderung aus dem Programm Städtebauförderung mit 294.000 Euro, die Beteiligung der Gemeinde mit 186.000 Euro sowie durch Eigenmittel des Vereins und Spenden von über 50.000 Euro.

Seit seiner Gründung im Juni 2010 hat es sich der aktive Förderverein zur Aufgabe gemacht, den Verfall des Gebäudes, das zusammen mit dem Pfarrhaus und der St. Michaels Kirche den historischen Mittelpunkt von Entringen bildet, zu stoppen und ein denkmalverträgliches Umnutzungskonzept zu einem Kulturhaus zu entwickeln. Es ist ihm gelungen, schon jetzt ein Kultur- und Begegnungsprogramm für alle Altersgruppen auf die Beine zu stellen. Der Verein will auch den laufenden Betrieb des künftigen Kulturhauses „Zehntscheuer“ übernehmen.

Viele Jahre lang war das Gebäude im Besitz der Gemeinde und wurde nur zu Abstellzwecken genutzt, nicht aber instand gehalten. So drohten durchlässige Stellen im Dach und erhebliche Risse in der nordöstlichen Gebäudeecke mittelfristig zu einem Einsturz des Bauwerks zu führen. Weil der Gemeinde Ammerbuch als Eigentümerin die Mittel für Sanierung und Betrieb fehlten, hat sie das Gebäude dem Förderverein im Rahmen eines Erbpachtvertrages überlassen.

Der hat mit Hilfe engagierter Architekten und Bauingenieure sowie der Denkmalpflege Sanierungsmaßnahmen, Umbaupläne und eine Kostenübersicht erstellt mit dem Ziel, möglichst viel vom Charakter der alten Scheune zu erhalten. Denn ihre Grundkonstruktion aus Bruchsteinmauerwerk und historischem Gebälk stammt vermutlich aus dem frühen 15. Jahrhundert, das Alter der Holzkonstruktion wird auf das Jahr 1619/1620 datiert. Umgebaut wurde die Scheune dann 1790.

Durch den jetzigen Umbau verändert sich der historische Charakter des Gebäudes äußerlich lediglich durch einen kleinen Windfang am Eingang und durch eine Gaube im Obergeschoss, die den Anforderungen des Brandschutzes geschuldet ist. Der hallenartige Charakter des Fachwerks im Obergeschoss soll erhalten bleiben. Deshalb werden die nötigen Einbauten wie Toiletten etc. nur in Form von Boxen geplant. So kann die imposante Sicht auf das 15 Meter hohe Fachwerk bewahrt werden.

Hinweis: Die Übergabe des Zuwendungsvertrags erfolgt am Montag, 11.11.2013 um 09.30 Uhr im Rahmen eines Pressetermins an der Zehntscheuer, Kirchstr. 9, in Entringen.

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